Samstag, 18. Mai 2013

Standortzufriedenheit: Wie zufrieden sind die Unternehmen in Attendorn?

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Standortzufriedenheit - Broschüre IHK SiegenWie schätzen die Unternehmen die Wirtschaftsfreundlichkeit in Attendorn ein? Wie bewerten sie das Gewerbeflächenangebot und die Grundstückspreise in Attendorn? Wie zufrieden sind die Betriebe mit der Verkehrsanbindung? Welche Wertigkeit messen Unternehmen welchen Standortfaktoren zu?

Die Antwort liefert die neue Broschüre der IHK-Siegen zum Thema Standortzufriedenheit und zeigt auch wie Attendorn im Vergleich zu den anderen Kommunen bewertet wird.

Einen großen Fragenkatalog hat die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) rund 400 Unternehmen in den 18 Kommunen im IHK-Bezirk Siegen vorgelegt um festzustellen, wie zufrieden die Unternehmen in ihren jeweiligen Kommunen sind und wo sie sich Verbesserungen wünschen. Die befragten Unternehmen konnten dazu Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend) verteilen. Über alle 18 Kommunen im Kammerbezirk hinweg lag die Bewertung der Unternehmen für die Wirtschafts- und Servicefreundlichkeit der Kommunen zwischen zwei minus und einem glatten ausreichend.

Auffallend ist, dass die Kommunen im Kreis Olpe bei dieser Bewertung durchweg besser abschneiden als die Kommunen im Kreis Siegen-Wittgenstein. Das gilt sowohl für die Bewertung durch Industrie, Baugewerbe und Großhandel als auch für die Bewertung durch den Einzelhandel und das Dienstleistungsgewerbe. Bei der generellen Frage nach der Wirtschafts- und Servicefreundlichkeit liegen Attendorn und Wenden bei den befragten Industrie-, Baugewerbe- und Großhandelsunternehmen an der Spitze. Einzelhandel und Dienstleistungsgewerbe bewerteten durchaus anders als die Industriebetriebe. Beim Einzelhandel und Dienstleistungsgewerbe liegen die Gemeinden Wilnsdorf, Erndtebrück, Lennestadt, Finnentrop und Olpe vorne.

Besonders gut auf die Beurteilung der Wirtschaftsfreundlichkeit wirkte sich aus, wenn den Unternehmen ein konkreter Ansprechpartner für ihre Belange in der jeweiligen Kommune bekannt ist. Auch wenn in vielen kleinen Kommunen im IHK-Bezirk dieser Ansprechpartner oft der Chef der Verwaltung, also der Bürgermeister selbst ist, kommt es den Unternehmen nicht auf den Status des Ansprechpartners an. Es reicht ihnen offenbar, einen konkreten Ansprechpartner zu kennen.

Nach wie vor sind es die harten Standortfaktoren, denen die Unternehmen allerhöchste Priorität zumessen. Gute Verkehrsanbindung, verfügbare und preiswerte Gewerbeflächen, aber auch Straßen in einem guten baulichen Zustand, stehen auf der Prioritätenliste ganz oben. Besonders gut bewerten die Unternehmen aus den Kommunen Erndtebrück, Neunkirchen, Burbach, Freudenberg und Wilnsdorf deren Gewerbeflächenangebot mit den Schulnoten 1 bis 2,3. Erndtebrück führt auch die Liste der Bewertungen bei den preisgünstigsten Flächen an.

Die besten Noten im Hinblick auf die Verkehrsanbindung vergeben die Unternehmen – nicht überraschend – an die Kommunen, die in Autobahnnähe liegen. Das sind Wenden, Drolshagen, Burbach, Olpe, Wilnsdorf und Freudenberg. Ebenso wenig verwunderlich ist, dass in dieser Rangliste die Gemeinden Kirchhundem, Erndtebrück, Bad Berleburg, Bad Laasphe und auch Finnentrop von ihren Unternehmen nur ausreichend bewertet werden. Diese Bewertung unterstreicht, dass insbesondere für den Wittgensteiner Bereich die Verkehrsanbindung ein „Schmerzpunkt“ für die Unternehmen ist, der schnell behandelt werden muss.

Wegen des aus einigen Kommunen geringen Rücklaufs von Erhebungsbögen ist ein durchgehendes konsequentes Ranking aller 18 Kommunen nicht möglich.

Die IHK hat den Kommunen im Kammerbezirk die Ergebnisse der Studie zur Verfügung gestellt, mit der Zielsetzung, dass aus der detaillierten Auswertung die eine oder andere Hilfestellung für die Politik und Verwaltung entnommen werden kann, um das im Durchschnitt gute Verhältnis zwischen den Kommunen und den Unternehmen da, wo es doch noch Mängel gibt, verbessern zu können.




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