Kaum waren die „Lit.COLOGNE“ in Köln und die Buchmesse in Leipzig zu Ende gegangen, begrüßte Schulleiterin Petra Keimer in der Aula der katholischen Grundschule Attendorn zum „Lesefest der Sonnenschule“, einer Projektwoche rund um das Buch: „Unsere Schule macht sich in dieser Woche auf, Lesen neu zu entdecken. Bücher und ihre tausend Geschichten sollen in den nächsten Tagen im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Dabei lernen wir Drachen, Elefanten, Fußballer, Hexen, Dinosaurier, Mäuse, Ritter und vieles mehr kennen“. Die Initiative hierzu hatte die stellvertretende Schulleiterin Daniela Engelmann, der das Ranking der Grundschulen im Fach Lesen für die Sonnenschule ein Dorn im Auge war; denn „in diesem Punkt müssen wir noch mehr erreichen.“
Und so begann die letzte Schulwoche vor den Osterferien für die 270 Kinder und ihre Lehrer(-innen) mit einem Lied der ersten Klasse, mit dem nicht nur die restlichen Schüler und Schülerinnen begrüßt wurden, sondern auch Bürgermeister Wolfgang Hilleke, der, selbst ein früherer Schüler dieser Schule, das Lesefest zusammen mit vier Kindern aus der zweiten Klasse mit dem Vorlesen des Buches von Patrica Schröder „Ein Drachenfreund für Linus“ offiziell eröffnete.

Bürgermeister Wolfgang Hillecke eröffnete das Lesefest mit dem Vorlesen von zwei Büchern zur Freude der Schulkinder
Daran begeisterten sich zunächst die Erst- und Zweitklässler, bevor er die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen mit dem Buch „1000 Gefahren auf dem Piratenschiff“ auf eine Abenteuerreise mitnahm, wobei acht Vertreter der Klassen stellvertretend für alle entscheiden konnten, wie die Geschichte ausging.

So waren bereits am Eröffnungstag alle Kinder voll in das Thema eingestimmt, bevor es an den nächsten Tagen zum Thema „Lesen“ weitere Aktionen gab. In 19 Werk- und Aktionsgruppen, für die sie sich schon in der Vorwoche je nach Interesse und den zu behandelnden Büchern melden konnten, konnten die Kinder ihrer Phantasie dann freien Raum lassen.
Es wurde nicht nur gelesen oder vorgelesen, sondern auch gebastelt, gesungen, gebacken und gemeinsam gefrühstückt.


Eine Woche lesen, vorlesen, basteln, singen: Das war der Inhalt des Lesefestes an der Sonnenschule.
Zusammen wurden die Inhalte der vorgestellten Bücher anhand von Arbeitsbögen erarbeitet und hinterfragt. Doch damit nicht genug: Einzelne Gruppen beließen es nicht nur beim Lesen, sie versuchten selbst kleine Bücher zu schreiben, wobei der Phantasie der Kinder wieder keine Grenzen gesetzt waren.
Da es nicht dabei bleiben sollte, dass den Kindern nur in einer einmaligen Aktionswoche Bücher näher gebracht wurden, besuchte eine Gruppe mit 10 Schülerinnen und Schülern die ev. Kinder- und Jugendbücherei, um zu lernen wie einfach es ist, sich Bücher oder auch Spiele auszusuchen und auszuleihen.
Höhepunkt für die Gruppe, die sich mit dem Buch von Ottfried Preußler „Die kleine Hexe“ beschäftigte, war der abschließende Besuch bei der 756 Jahre alten tauben und nicht mehr sprechen könnenden Hexe Spinnefledi in deren „Hexenhäuschen“. Da lief es manchem Besucher schon eiskalt den Rücken herunter.
Um die Kosten dieser Woche einigermaßen im Griff zu halten, unterstützte der Förderverein der Sonnenschule diese Aktion großzügig, aber auch einige Mütter halfen bei den einzelnen Workshops, wobei man nicht sicher war, wer mehr Spaß daran hatte, die Mütter oder die Schülerinnen und Schüler.

Zum Ausklang gab es für die Gruppe „Hexe“ einen abendlichen Besuch im Hexenhäuschen.

Text und Fotos: Karl-Hermann Ernst




Beim Vorbereiten eines Workshops zum Thema Leseförderung stoße ich auf Ihre Seite.
Toll!
Ich habe die Seite im Schulbibliotheks-Wiki der LAG Schulbibliotheken in Hessen e.V. unter “Lesefest” aufgenommen.
Mit freundlichen Grüßen
GS