An der in der vorigen Woche (Mi., 28.10.) in Plettenberg-Eiringhausen tagende Herbstsynode des evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg nahmen auch die 10 Synodalen der Kirchengemeinden Attendorn, Finnentrop, Grevenbrück und Lennestadt-Kirchhundem teil. Zu Beginn der Tagung nahmen sie den Bericht des Superintendenten für das Jahr 2008 in Empfang und diskutierten ausführlich darüber. Superintendent Klaus Majoress beschäftigte sich tiefgreifend mit den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise für die Kirchengemeinden und den Kirchenkreis.
So habe man im Rahmen der Armutskampagne der Landeskirche „Lasst uns nicht hängen“ die Arbeitsbereiche zusammengeführt. Es stelle sich für ihn aber auch die Frage, ob und wo die Kirche die Verantwortung wahrnehme, die von ihr gefordert sei, schließlich brenne diese Frage auf den Nägeln. Majoress: „Wenn sich Familien das Essensgeld für die Schule oder den Kindergarten nicht leisten können, wenn die Grundversorgung von Kindern in den Familien nicht mehr gewährleistet werden kann, wenn Menschen bei der Schwangerschaftsberatung zum Ausdruck bringen, dass sie sich ein Kind nicht leisten können, dann sind wir als Kirche gefordert, zum einen beratend und helfend zur Seite stehend und zum anderen im Kontakt mit den Kommunen individuellen Klärungen herbeizuführen.“
Majoress lobte in diesem Zusammenhang die Arbeit der Tafeln, des Sozialkaufhauses, der Bratungseinrichtungen und die finanzielle Unterstützung im Einzelfall. Er dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt hätten und ein umfangreiches Hilfsangebot aufgebaut hätten. Dass sich auch die gesamte Gesellschaft dieser Problematik stelle, zeige in welchem Ausmaß für diese Arbeit Spendenmittel zur Verfügung gestellt würden.
Der zweite Schwerpunkt der Herbstsynode war die Verabschiedung des Haushaltsplanes für den Kirchenkreis; denn damit beschlossen die Synodalen zugleich die Zuweisung der Kirchensteuermittel für ihre eigene Kirchengemeinde.
Einstimmig beschloss das Gremium, die Kirchensteuerzuteilung 2010 an den Kirchenkreis in Höhe von 9.587.900 € an die Kirchengemeinden weiterzugeben. Davon erhalten die Kirchengemeinde Attendorn 276.485 €, Finnentrop 146.486 €, Grevenbrück 106.800 € und Lennestadt-Kirchhundem 218.770 €. Nach diesem Beschluss können nun die einzelnen Kirchengemeinden ihre eigenen Haushaltspläne für das kommende Jahr aufstellen.

Unter den 140 Delegierten der Herbstsynode befanden sich auch 10 aus den heimischen Kirchengemeinden (hier die Attendorner Synodalen) – Foto: khe



