Mittwoch, 22. Mai 2013

Schüler der Sonnenschule Attendorn lernen die Berufswelt ihrer Eltern kennen

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sonnenschule attendornIn den vergangenen zwei Wochen hatten die Zweitklässler der Sonnenschule Attendorn bei dem Projekt “Berufe” die Gelegenheit, einmal in die spannende Berufswelt ihrer Eltern bzw. Großeltern einzutauchen.

In der ersten Woche ging es zunächst in den Josefs – Kindergarten. Dort erklärte Petra Beul den Kindern, welche Schulausbildung man für den Beruf der Erzieherin benötigt, wie lange die Ausbildung dauert und wie vielfältig die Aufgaben einer Erzieherin sind.

Im Geschäft Haberkamp wurden die Kinder mit den Tätigkeiten einer Verkäuferin vertraut gemacht. Nach einer Führung durch das Geschäft zeigten Leonard und eine Verkäuferin in einem Rollenspiel, wie ein Kind, das eine Vase für Muttertag sucht, fachmännisch beraten wird.

Am Donnerstag konnten die Kinder dank des Engagements von Frau Manuela Bruse – Springob die Einrichtung für erwachsene Behinderte am Nordwall besuchen. Bei einer Stärkung mit Saft und Mineralwasser lernten sie, dass in diesem Haus viele Berufe unter einem Dach arbeiten. Die Kinder waren beeindruckt von der Gemütlichkeit des Hauses, zeigten aber auch teilweise Berührungsängste im Kontakt mit den Heimbewohnern. Salvatore: “Es ist richtig gruselig hier, aber total gemütlich”.

Freitags kam Herr Mario Hufnagel als Techniker für den Werkzeugbau bei MUBEA im chicen Anzug und mit Krawatte in die Klasse und demonstrierte gemeinsam mit Lehrerin Klose ein Verkaufsgespräch, bei dem auch anschaulich die Frage: “Was ist ein Patent” geklärt wurde.

Auch der Gang zur Apotheke im Schwalbenohl, bei der Philipp Breidebachs Oma arbeitet, war für die Zweitklässler sehr lehrreich. Sie lernten eine Feinwaage kennen, waren bei Verkaufsgesprächen dabei, durften selber am Computer den aktuellen Medikamentenstand überprüfen bzw. neue Lieferungen eingeben, an der Kasse etwas einscannen, beim Herstellen einer Salbe zugucken und Medikamente je nach Anfangsbuchstaben in die richtigen Schubladen einordnen. Mit von der Oma selbst gebackenen Muffins und vielen Eindrücken traten die Kinder dann wieder den Weg zur Schule an.

Sonnenschule Attendorn

Klassenlehrerin Angela Klose legte einen überraschten Polizisten aufs Kreuz.

Besonders lustig wurde es bei der Polizei in Attendorn. Nachdem Polizist Ludwig Heuel den Kindern geduldig alle Fragen beantwortet und die vielfältigen Tätigkeiten eines Polizisten, deren Arbeitsgeräte und Berufskleidung erklärt hatte, ging es zu den Zellen. Dort verlangten die Kinder einstimmig, dass ihre Lehrerin Frau Angela Klose wegen ständig zu vieler Hausaufgaben eingesperrt gehört. Herr Heuel machte kurzen Prozess mit ihr und schubste die völlig überraschte Lehrerin einfach unter lautem Gejohle in das Gefängnis. Diese rächte sich anschließend draußen mit ihrem Spezialjudogriff “O-soto-gari” und legte blitzschnell den verdatterten “Riesenbullen” aufs Kreuz. Sie kommentierte das für die Kinder lapidar mit den Worten: “Und, was habt ihr daraus gelernt? Dass im Leben Pfiffigkeit und Schnelligkeit manchmal wichtiger sind als Stärke”.
Am Freitagmorgen stellte der Papa von Lena Möncks den Kindern in der Firma ASA bei Fanta und frischem Gebäck den Beruf eines Ingenieurs vor. Anhand vieler liebevoll zusammengesuchter Anschauungsmaterialien und bei einem Rundgang durch die Firma bekamen die kleinen Besucher eindrucksvolle Beispiele für diese Berufssparte. Besonders angetan waren die Kinder von einem kleinen Roboter, der wie ein Mensch arbeitete.

Den Abschluss des Projekts bildete am darauf folgenden Dienstag der Besuch des Krankenhauses Attendorn, in dem Frau Sandra Raisslen als Krankenschwester arbeitet. Die Kinder konnten hier mit einem Stethoskop ihren Herzschlag hören, am Finger den Puls messen, den Blutdruck messen und die Gerätschaften des Notarzt- und Rettungswagens ausgiebig kennen lernen. Während des Rundgangs hatten die Zweitklässler sogar die Gelegenheit, zwei Rettungseinsätze live mitzuerleben. (khe)

Kommentare

  1. Angela Klose meint:

    Habe mir bei der Aktion ein blaues Knie geholt; konnte die 90 Kilo von Lulu, der wie ein gefällter Baum fiel, nicht halten……. :-)

  2. Ludwig Heuel meint:

    Mir hat der Besuch der Kinder – trotz O-soto-gari – auch sehr viel Spaß gemacht. Die liebe Angela hätte natürlich erstens wissen müssen, dass die Polizei sich nicht aufhalten läßt, schon gar nicht wenn sie auf dem Weg nach unten ist und zweitens wer sich in Gefahr begibt, holt sich schon mal einen blauen Fleck.

  3. alexander koller meint:

    …es war ein sehr leckeres Erlebnis!..




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